Montag, 31. März 2014

Rezension: Karin Kolb - Fesseln der Unvergänglichkeit

(c) bookshouse 
  Fesseln der  
  Unvergänglichkeit
  Autor: Karin Kolb
  erschienen Juli 2013
  Verlag: bookshouse
  ISBN: 9789963722037

Vampire, Gefahr, Liebe und mehr


Vampire sind nicht gleich Vampire- es gibt die Guten, die Bösen und die, die sich noch nicht so entscheiden können, auf welcher Seite sie stehen. Leonardo scheint zur ersten Sorte zu gehören, als er jedoch in Aiyanas Leben tritt, ändert sich ihre Welt auf einen Schlag komplett. Doch ist er das Problem oder wer trachtet nach ihrem Leben? Haben sie den Unmut eines anderen Clans auf sich gezogen, hat es etwas mit Aiyanas Herkunft zu tun oder alles nur blöder Zufall?!

Leonardo Visconti ist als Sohn in einer mächtigen Königsvampirfamilie geboren und muss sie deswegen den traditionellen Familienregeln unterordnen und bald eine Lix heiraten. Ein einfacher Plan, der allerdings noch einige Probleme mit sich bringen wird. Durch die Reinheit seines Blutes hat Leo, neben den typischen Vampireigenschaften wie Schnelligkeit und Kraft, auch noch die Möglichkeit sich bei Sonnenlicht unter die Menschen zu mischen. Mir gefällt es, dass einem wieder neue Varianten für die Vampirwelt gezeigt werden und man nicht alles schon im Vorfeld weiß oder ahnt.
Aiyana ist eine geheimnisvolle Balletttänzerin, die sich völlig ihrer Kunst verschrieben hat. Im Tanzen blüht sie auf, kann ihre tiefen Gefühle zum Ausdruck bringen und damit die Menschen verzaubern. Nach dem ersten Anschlag während eines Auftritts wird immer mehr deutlich, dass ihre Abstammung in ihrem Leben noch eine größere Rolle spielen wird, als sie bisher angenommen hatte.
Die Mischung der Charaktere hat mir gut gefallen, neben den beiden Protagonisten gab es noch zahlreiche Personen und Vampire, die eine Rolle gespielt haben. Besonders Aiyanas Freundin Moira, die von ihrem Grundgemüt eher skeptisch und vorsichtig ist.
Allerdings hätte ich mir noch ein wenig mehr Entwicklung bei den Charakteren gewünscht. Obwohl sich zum Beispiel die Anschläge auf Aiyana häuften, war sie oft sehr unvorsichtig und naiv.


Der Schreibstil hat mir gut gefallen, man konnte die Geschichte flüssig lesen ohne Verständnisprobleme. Nachdem sich die Vielzahl von Personen, die man gleich zu Beginn kennen lernt, etwas erklärt hat, hatte ich auch keine Schwierigkeiten mehr, die Leute auseinander zu halten. Immer wieder würde ich überrascht und war von Neuem gespannt, wie es wohl weitergehen wird. Temporeiche Abschnitte haben sich mit ruhigeren Passagen abgewechselt, so dass nicht nur der Leser, sondern auch die Protagonisten, kurz die Chance hatte, die Ereignisse zu verdauen. Dadurch war es nicht zu geladen und blieb abwechslungsreich.
Mir persönlich waren nur die Liebesbekundungen zwischenzeitlich etwas zu viel. Ein paar Mal weniger hätte auch gereicht und mir wäre trotzdem klar gewesen, dass sie sich sehr lieben.

Insgesamt hat mir „Fesseln der Unvergänglichkeit“ gefallen, eine schöne Geschichte mit passendem Ende.



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