Dienstag, 18. März 2014

Rezension: Das Herz von Jandur von Mara Lang

  Die Jandur-Saga, Band 2 
  Das Herz von Jandur
  Autor: Mara Lang
  erschienen März 2014
  Verlag: Impress/ Carlsen
  ISBN: 978-3-646-60018-6
(c) Impress


Jandur zieht einen in seinen Bann – auch ohne eigene Weltenspirale


- Achtung, inhaltliche Spoiler zu Band 1 -

Ein Jahr liegen die Abenteuer in Jandur bereits zurück und Matteo versucht, trotz seines neuen Körpers wieder in sein normales Leben zurückzufinden. Aber es fällt ihm schwer, das magische Land mit seinen zauberhaften Bewohnern zu vergessen, allen voran Lith. Als er plötzlich Abends verfolgt wird, ahnt er bereits, dass ihm wieder neue Abenteuer bevorstehen...

Das Herz von Jandur ist der zweite und abschließende Band der Jandur-Saga von Mara Lang.
Die Geschichte setzt etwa ein Jahr nach den vergangenen Ereignissen an. Über kleine Rückblicke werden die Geschehnisse aus dem Puls von Jandur noch einmal aufgefrischt bzw. die notwendigen Zusammenhänge für Neu-Leser erklärt. Trotzdem sei gesagt: Lieber mit dem ersten Band der Reihe beginnen, denn erstens verpasst man sonst eine unglaublich tolle Geschichte und zweitens sind die Rückblicke dann doch zu begrenzt, um wirklich alle kleinen Verstrickungen nachzuvollziehen und die Figuren sofort richtig einzuschätzen zu können.

Der Grundkonflikt aus dem ersten Band bleibt zwar erhalten, aber die Geschichte bietet doch einige überraschende Wendungen. Die Handlung ist durchweg spannend und actionreiche Szenen wechseln sich mit emotionalen Momenten ab.

Obwohl von einem Er-Erzähler berichtet wird, ist man als Leser sehr nach an Matteo und seinen Gedanken. Er hat sich seit seiner ersten Reise nach Jandur weiterentwickelt, was aufgrund seiner neuen Lebenssituation nur allzu verständlich ist. Nachvollziehbar wird dargestellt, wie er sich zwischen den beiden Welten hin und hergerissen fühlt.

Mara Lang hat in ihrer Jandur-Saga eine faszinierende Parallelwelt geschaffen, die mit ganz eigenen Bewohnern daherkommt. Sehr detaillierte, bildhafte Beschreibungen ermöglichen es, sich die ungewöhnlichen Wesen genau vorzustellen.
Auch die Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet. Neben vielen „alten Bekannten“ kommen auch neue Figuren hinzu, wobei alle Personen sehr vielseitig dargestellt sind und unterschiedliche Seiten von sich zeigen. Zwar lassen sich viele Figuren nach Gut oder Böse einteilen, aber die Grenzen sind fließend, so mancher wechselt die Seite oder verbirgt sein wahres Gesicht.

Fazit:
Das Herz von Jandur ist ein gelungener Abschluss der Geschichte um Matteo. Erneut überzeugt die detaillierte Ausgestaltung Jandurs, der bildhafte Schreibstil und die sympathischen Charaktere, deren Entwicklung der Leser hautnah miterleben kann. Schade, dass die Abenteuer um Matteo nun vorbei sind, aber das Ende lässt wirklich kaum Wünsche offen.



1 Kommentar:

  1. Ich habe vor ca. einem Monat den Impress Verlag für mich entdeckt schon gaaanz viel davon gelesen, doch das Buch steht nochauf meiner WuLi. Klingt echt interessant.

    Lg Inka von lebens[leseliebe]lust

    AntwortenLöschen