Freitag, 28. Februar 2014

Rezension: Plötzlich Prinz von Julie Kagawa

Plötzlich Prinz 1
Das Erbe der Feen.   
Autor: Julie Kagawa
erschienen Januar 2014 
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-26866-1

(c) Heyne

Neue Abenteuer im Nimmernie


Mit „Das Erbe der Feen“ erschien jetzt der erste Band des Plötzlich-Fee Spin-offs Plötzlich Prinz.

Meghans Bruder Ethan, der inzwischen beinahe erwachsen ist, konnte schon immer die Feen in der realen Welt sehen. So sehr er auch versucht, sie zu meiden und sich zu verbergen, gerät er doch in ein neues Abenteuer im Nimmernie und trifft dabei auch auf alte Bekannte.

Wer Plötzlich Fee noch nicht kennt und noch lesen möchte, sollte dies zuerst tun, da ansonsten bereits das große Finale der Reihe vorweggenommen wäre.
Wer es nicht kennt und nicht lesen möchte, wird aber keine allzu großen Schwierigkeiten haben, der Handlung zu folgen. Wie auch die Charaktere wird der Leser in diesem Fall die ein oder anderen Überraschung erleben und sämtliche Feinheiten des Feenreichs entdecken können. Regelmäßig auftauchende Erinnerungen von Ethan geben einen ausreichenden Überblick über die vergangenen Ereignisse.
Wer die Reihe um Meghan kennt, wird zwar weniger überrascht, dafür trifft man aber viele bekannte, liebgewonnene Charaktere wieder, die sich trotz der langen Zeit kaum verändert haben. Teilweise hat der Leser hier sogar einen Wissensvorsprung gegenüber Ethan, wobei gerade „Das Geheimnis von Nimmernie“ mit der Vorhersagung Meghans Zukunft direkte Anknüpfungspunkte liefert.

Ein wenig Bedenken hatte ich, ob es Julia Kagawa gelingen wird, wirklich etwas Neues zu schaffen. Wieder wird aus der Ich-Perspektive erzählt und sogar der erste Satz ist nahezu identisch. Trotzdem ist der Erzählstil, der erneut sehr detailliert daherkommt, völlig anders und perfekt auf den mürrischen Ethan zugeschnitten.
Trotz der wiederkehrenden Figuren hat auch die Handlung noch Überraschungen zu bieten. Denn auch die Feenwelt hat sich im Verlauf der Jahre entwickelt und sorgt dadurch für neue Abenteuer.

So schön das Wiedersehen mit Meghan - die zwar optisch immer noch der Teenanger ist, aber sich doch spürbar aufgrund der Ereignisse entwickelt hat - auch war, sind gerade die neuen Charaktere besonders interessant.
Ethan und seine Mitschülerin Kenzie, die durch Zufall mit in das Abenteuer gezogen wird, bieten aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit und Vielschichtigkeit eine reizvolle Konstellation.

Gespannt bin ich aber vor allem auf die Entwicklung zwischen Ethan und Kierran. Dank einer Prophezeiung aus „Das Geheimnis von Nimmernie“ hat man als Leser hier gewisse Erwartungen, wobei dieses Thema in „Das Erbe der Feen“ noch eine untergeordnete Rolle einnimmt.

Die Geschichte ist am Ende sehr offen, die Gefahr ist noch nicht gebannt und es stehen noch einige klärende Gespräche aus. Sowohl für den Leser als auch für Ethan bleiben viele Fragen offen, die auf eine baldige Beantwortung hoffen lassen.

Fazit:
Mit gemischten Gefühlen habe ich dem neuen Werk von Kagawa entgegengeblickt und wurde positiv überrascht. Tolle neue Charaktere und unbekannte Gegner in Kombination mit den alten Hauptfiguren bringen Spannung und Konfliktpotential. Gefühl und Action wechseln sich ab und sorgen so für ein abwechslungsreiches Lesevergnügen. Fortsetzung definitiv erwünscht.

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