Samstag, 1. Februar 2014

Rezension: Das Geheimnis von Nimmernie von Julie Kagawa


(c) Heyne
 Plötzlich Fee -  Das  Geheimnis von
 Nimmernie. Band 5 
 Autor: Julie Kagawa
 erschienen November 2012
 Verlag: Heyne
 ISBN: 978-3-453-26849-4
Zusatzmaterial, kein eigenständiges Buch

 „Plötzlich Fee – das Geheimnis von Nimmernie“ ist kein weiterer Band der spannende Reihe über Halbfee Megan, sondern im Grunde eher Zusatzmaterial. Es beinhaltet drei Kurzgeschichten, die jeweils Abenteuer schildern, die innerhalb der Handlung der Hauptbände liegen, aber dort keine Erwähnung fanden. Den Abschluss bildet ein kurzes Handbuch, wie sich der Leser auf eine Reise in die Feenwelt vorbereiten und sich dort verhalten sollte, allerdings glaube ich mich zu erinnern, dass sich dieser oder zumindest ein ähnlicher Anhang bereits in einem der anderen Bücher befunden hat.

Insgesamt war es schön, noch mal ein paar spannende Momente zur eigentlich beendet geglaubten Reise zu erhalten und sich mit den liebgewonnen Figuren in die Abenteuer zu stürzen. Der Schreibstil entspricht den Jahreszeitenbüchern – flüssig, leicht zu lesen, mit viel Witz und Charme aus der Ich-Perpskive der Figuren, sodass mich sich leicht wieder hineinlesen und an die Figuren und ihre Eigenarten erinnern kann.

Damit kommen wir aber auch schon zum Problem, welches ich mit diesen „Buch“ hatte, denn ich frage mich, wann man es am besten hätte lesen sollen.

Es ist schon fast ein Jahr her, dass ich den letzten Band der Plötzlich Fee-Reihe beendet habe. Dadurch fiel es mir inhaltlich teilweise schwer, mich zu erinnern, wie die genauen Umstände der Handlung um diese Kurzgeschichte herum aussahen. Zwar gibt das Buch immer wieder Erinnerungen und Anknüpfungspunkte zur eigentlichen Geschichte, diese helfen aber nur bedingt, sich alle Zusammenhänge wieder ins Gedächtnis zu rufen – zu großer zeitlicher Abstand ist also hinderlich und mindert vor allem auch das Lesevergnügen, da man viel zu sehr mit der Frage nach dem „wie war das noch mal“ beschäftigt ist. Liest man „Das Geheimnis von Nimmernie“ aber direkt nachdem man die Reihe beendet hat, werden einen die vielen Widerholungen zur Auffrischung vermutlich langweilen, vor allem, da sogar von der ersten zur dritten Geschichte die gleichen Fakten noch mal angerissen werden.

Fazit:
Nette Ergänzung aber als eigenständiges Buch ungeeignet. Schöner wäre es gewesen, wenn die Kurzgeschichten einzeln zum entsprechenden Zeitpunkt veröffentlich worden wären, also z.B die erste Kurzgeschichte, die die Zeit zwischen Band 1 und 2 beschreibt zeitlich mit Band 2.
Trotzdem war gerade die dritte Passage für mich total interessant, die eine Ergänzung zum Ende von Frühlingsnacht darstellt, welches ein wenig zu schnell abgearbeitet wurde, — und gleichzeitig scheint, als würde sie bereits eine Verknüpfung zu Plötzlich Prinz, der neuen Reihe von Julie Kagawa, herstellen.

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