Mittwoch, 1. Januar 2014

Rezension: Andreas Sturm - Albträume

(c) fhl Verlag 
  Albträume
  Autor: Andreas M. Sturm
  erschienen Februar 2013
  Verlag: fhl Verlag
  ISBN:978-3-942829-77-9

„Albträume“ ist ein gelungener, spannender und abwechslungsreicher Krimi, der seine Leser in den Bann zieht und erst nach der Auflösung wieder loslässt.


Jeder Mensch hat Ängste, jeder hat dunkle Geheimnisse, von denen er möglichst wenig Personen erzählt und doch gibt es jemanden, der dir auf die Spur kommt, dich verfolgt, deine Furcht ins unermessliche steigert und dieser jemand gibt erst auf, wenn er hat, was er will. Es ist nicht schwer vorzustellen, dass man Albträume bekommt, wenn man befürchten muss, einem geliebten Menschen könnte etwas zustoßen, oder wenn man sich selbst bedroht fühlt. Kaltblütig und grausam sterben in „Albträume“ viele Menschen, die sich ihrer Vergehen teilweise bestimmt nicht mal bewusst waren. Auch der Glaube an Gott hilft nicht weiter, wenn ein Rächer sein Werk vollenden will.

Karin Wolf ist Ermittlerin in Dresden. Gemeinsam mit ihrem Team wird sie vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe gestellt. Ein Serientäter treibt sein Unwesen und die Polizei tappt im Dunklen. Das Umfeld der Opfer ergibt nicht viel, wofür sich ein Mord lohnen würde, dennoch machen sich einige Personen mit seltsamen Aussagen verdächtig. Es war richtig spannend zu verfolgen, wie die Kommissare nach und nach die Spuren zu einem kompletten Bild zusammenfügen können und so hinter die wahren Hintergründe kommen.
Durch die wechselnden Perspektiven, bekommt man als Leser einen sehr intensiven und geschlossenen Blick auf die verschiedenen Szenen. Man erfährt Dinge, nach denen die Polizei sucht und beobachtet die Ermittlungen, die an unterschiedlichen Stellen parallel laufen.
Der Schreibstil hat mir insgesamt auch sehr gut gefallen, es war schön flüssig zu lesen, man konnte sich schnell in das Buch einfinden und abtauchen. Auch die Ortsbeschreibungen haben mir gut gefallen,  sie haben beim Zurechtfinden geholfen, waren aber nicht zu detailliert oder langatmig.

Die bunte Mischung der Charaktere war sehr gut gewählt, es ist gut vorstellbar, dass so ein echtes Ermittlerteam aussehen könnte, jeder bringt seine eigenen Züge und Macken mit, mit denen die anderen klar kommen müssen. Klar dass es dort auch mal Reibereien und Liebeleien gibt.





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