Mittwoch, 1. Januar 2014

Rezension: Petra Röder - School of Secrets


(c) Carlsen-Verlag
 School of Secrets -
 Verloren bis Mitternacht
 Autor: Petra Röder
 erschienen August 2013
 Verlag: Carlsen (Impress)
 ISBN: 978-3-646-60001-8



Lucy glaubt lange Zeit, sie ist ein ganz normaler Teenager, mit allen Sorgen und Problemen, die im Alter von 17 Jahren eben auf einen zukommen. Als dann ein geheimnisvoller Brief von einem ihr völlig unbekannten College kommt, scheint sie ihr Leben plötzlich eine ganz andere Wendung zu nehmen. Auf dem Woodland College werden nur Schüler mit einer besonderen, übernatürlichen Begabung angenommen und auch wenn Lucy kaum glauben kann, dass sie dazu gehören soll, sagt sie zu und tauscht immer tiefer in die magische Welt der School of Secrets ein.

Lucy ist eine sympathische Protagonistin, die einem durch die Ich-Perspektive des Buches sehr nah gebracht wird. Man kann sehr intensiv in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen und versteht so ihre Ängste und Unsicherheiten sehr gut. Während der Geschichte entwickelt Lucy sich auf der magischen Seite ihres Wesens enorm. Hatte sie zu Beginn noch nicht einmal eine Ahnung davon, was ihre Begabung sein könnte, wird sie im Verlauf doppelt überrascht, als sich dieses Geheimnis lüftet. Sie entwickelt ebenfalls mehr Selbstvertrauen und Kraft, sich den kommenden Herausforderungen zu stellen.
Neben Lucy gibt es noch zahlreiche Internatsschüler, die dem Leser zum Teil vorgestellt werden. Die Vielfalt der Talente ist dabei sehr gut gewählt, so ergänzen sich die Schüler und sind besser gerüstet für ihre gefährliche Reise ins Haus der Angst. Jeder darf seine Persönlichkeit mit einbringen, einige der Charaktere sind sehr interessant und halten auch für den Leser manche Überraschung bereit.

„School of Secrets- Verloren bis Mitternacht“ lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen, er war dem Alter der Protagonisten entsprechend und hat einen gut durch die Geschichte mitgenommen. Durch die Ich-Perspektive der Protagonistin entgehen dem Leser zwar die Gedanken der anderen Personen und die Handlungsabschnitte, wenn Lucy nicht anwesend ist, ich hatte allerdings nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt um dem Buch gut folgen zu können. Durch die „Lücken“ bleibt es immer spannend, da man nicht weiß, was die anderen Charaktere planen und auf welcher Seite sie wirklich stehen.

Durch ein sehr rasantes Ende und die Temposteigerung vorweg findet das Buch einen etwas zu schnellen Abschluss und es bleiben viele Fragen offen, die dem Leser dann vielleicht in einer Fortsetzung beantwortet werden.


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