Mittwoch, 1. Januar 2014

Rezension: Meeresflüstern von Patricia Schröder

 Meeresflüstern
 Autor: Patricia Schröder
 erschienen Januar 2012
 Verlag: Coppenrath
 ISBN: 978-3-649-60319-1
(c) Coppenrath-Verlag



Nach dem Tod ihres Vaters zieht Elodie von Lübeck zu ihrer Großtante nach Guernsey. Sie will dort mit ihrer Trauer zurechtkommen und ihr Leben neu ordnen, doch dazu findet sie kaum Zeit, denn der Tod eines Mädchens erschüttert die sonst so ruhigen Inseln. Das zeitgleiche Auftauchen geheimnisvoller Unbekannter wird damit in Verbindung gebracht und Elodie begibt sich zusammen mit Freunden auf die Suche nach Antworten, die ihre Vorstellung der Welt auf den Kopf stellen werden...

Meeresflüstern ist, nicht zuletzt durch den geheimnisvollen Prolog, von Beginn an spannend. Rätselt man zunächst über die merkwürdigen Geschehnisse, sind es zum Schluss vor allem die Fragen nach den Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren und ihren Gefühlen, die zum Weiterlesen zwingen.

Elodie ist eine interessante Person, deren innere Entwicklung man durch die Erzählung in der Ich-Perspektive gut verfolgen kann. Ihre körperlichen Reaktionen auf das Meer und seine Bewohner sorgen dafür, dass auch sie eine rätselhafte Aura umgibt.
Der Erzählstil ist sehr flüssig und locker. Die Sprache und Wortwahl ist den Gedanken des Teenangers angepasst und lassen es zu, sichgut in das Mädchen hineinzuversetzen.
Einzelne Abschnitte aus Sicht der unbekannten geben dem ganzen zudem Dynamik, werfen Fragen auf und helfen nach und nach, die Antworten zusammenzufügen.

Das Ende passt zwar super zur Geschichte, ist aber doch so offen, dass man sich direkt fragt, wie es mit Elodie weitergehen wird.


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