Mittwoch, 1. Januar 2014

Rezension: Maria Lu - Legend - Schwelender Sturm

(c) Loewe-Verlag
 Legend - Schwelender Sturm
 Autor: Marie Lu
 erschienen September 2013
 Verlag: Loewe
 ISBN: 978-3-7855-7395-2


Achtung: Wer Band 1 nicht kennt, sollte die Rezension vielleicht nicht lesen, da sie spoilern könnte. Daher sei an dieser Stelle gesagt, dass Band 2 einfach klasse war und sich das Lesen lohnt!

Day und June sind auf der Flucht und schließen sich den Patrioten an, da dies der einzige Weg zu sein scheint, um an ihre Ziele zu kommen: Days Bruder finden und in die Kolonien zu flüchten. Doch der Preis dafür ist nicht gering – der neue Elektor soll sterben! Ob das der richtige Weg sein wird? Eine spannende und actionsreiche Zeit voll mit Hoffnung, Zweifel, Streit und der stetigen Frage, wem man trauen kann, beginnt.

Viele Charaktere waren dem Leser bereits aus dem ersten Band bekannt, es tauchen jedoch immer wieder neue Personen auf, bei denen man sich immer wieder die Frage stellen kann, ob sie vertrauenswürdig sind oder eher nicht. Die vielfältige Mischung aus Charakteren macht es sehr interessant die Handlung zu verfolgen, da jeder seine persönlichen Macken und Eigenheiten mit einbringt und man nie weiß, was wirklich passiert.
Day und June sind natürlich auch wieder mit dabei und man bekommt noch intensivere Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Die inneren Monologe der beiden machen schnell deutlich, wie zerrissen sie sind und einfach nicht den Mut haben über all das zu sprechen, obwohl es vieles sicherlich einfacher machen würde. Die beiden Jugendlichen erleben gemeinsam Höhen und Tiefen, ihre Wege trennen und vereinen sich. Dieses ständige Hin- und Her sorgt für viel Abwechslung und zusätzliche Spannung. Ein bedeutender und auffälliger Unterschied der beiden ist die Form mit Emotionen umzugehen. Während June eher analysiert und ziemlich distanziert versucht an alles heranzugehen, ist Day viel mehr mit seinem Herzen dabei und lässt dieses manchmal auch sprechen.

Besonders gut haben mir wieder die Perspektivwechsel gefallen. So bekommen Day und June genug Raum im Buch um ihre eigene Geschichte zu erzählen. Es ist sehr interessant zu erfahren, wie unterschiedliche die Wahrnehmung von gleichen Situationen ist. Und es ermöglicht dem Leser einen komplexen Überblick über die Handlung zu bekommen, wen die beiden grad nicht zusammen sind.
Der Schreibstil war wieder sehr angenehm und leicht zu verfolgen. Das Buch liest sich flüssig und ist total spannend und fesselnd. Es gibt immer wieder sehr turbulente Passagen, in denen sich die Ereignisse überschlagen, dann folgen ruhigere Momente, in denen sich Einiges wieder sortiert und zur Ruhe kommen kann. Wirklich viel Zeit zum Durchatmen bekommt man allerdings nicht. Immer wieder gibt es Überraschungen und Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe.
Sehr schön fand ich, dass man etwas mehr über die Kolonien erfahren hat und zur Hintergrundgeschichte der Republik. Dadurch kann man sich ein besseres Bild machen, wie alles angefangen hat und wieso die Situation möglicherweise so ist, wie sie ist.

Das Ende von Band 2 lässt viele Fragen offen und hat mich auch emotional sehr aufgewühlt. Ich bin nun sehr gespannt, wie es im dritten Band weitergeht und was uns wohl noch alles erwartet.




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