Mittwoch, 1. Januar 2014

Rezension: Kyria & Reb. Bis ans Ende der Welt von Andrea Schacht

Kyria & Reb 1
Bis ans Ende der Welt

Autorin: Andrea Schacht
erschienen Februar 2012,
als Taschenbuch bei LYX April 2015
ISBN: 978-3-8025-9740-49
(c) LYX


Kyria lebt im vereinten Europa 2125. Kurz nach ihrem 18. Geburtstag erfährt das ohnehin kranke Mädchen, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Sie beschließt, dass sie ihre letzten Wochen außerhalb des überwachten, von Frauen regierten Staates verbringen will. Im Krankenhaus lernt sie Reb, einen draufgängerischen Rebellen kennen. Nachdem sie ihm geholfen hatte, beschließt er, sie aus New Europe herauszubringen. Für die beiden beginnt ein Abenteuer voller unerwarteter Nachrichten und Überraschungen.

Andrea Schacht hat einen Schreibstil, der sehr angenehm zu lesen ist. Die Sprache ist leicht verständlich und sehr bildhaft, sodass man sich gut in die Welt hineindenken kann. Nur zu Anfang bereiten die ungewohnten Titel und Machtverhältnisse einige Schwierigkeiten.
Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Kyria, was einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle zulässt. Auch der Schreibstil ist sehr jugendlich und so manches mal musste ich über „Kyrias Erzählweise“ schmunzeln.

Kyria ist eine sehr interessante Hauptfigur. Sie stammt aus gutem Hause und obwohl sie sich nicht viel aus ihrer Herkunft macht, weiß sie doch, ihren Status zu nutzen. Sie zeigt sehr verschiedene Facetten ihrer Persönlichkeit: mal zickig, mal naiv, mal dickköpfig, mal ängstlich, aber immer liebenswert und (fast immer – „kannnicht“, „willnicht“ - ) entschlossen, sich für ihre Ziele einzusetzen.
Auch Reb, der sich eher verschlossen und uncharmant gibt, war mir von Anfang an sympathisch. Die Dialoge zwischen den beiden sind, nachdem man sich in die Eigenarten der Jugendlichen hineingelesen hat, frisch, chaotisch, witzig und teilweise auch gefühlvoll.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und mich mit Kyria auf die Reise zu begeben. Die Handlung ist über weite Strecken sehr spannend, sodass man erfahren möchte, wie es weitergeht. Vor allem aber lebt die Geschichte von den witzigen Kabbeleien der beiden Protagonisten.
Der einzige Kritikpunkt ist das Ende: Dieses ist so offen gehalten, dass man eigentlich sofort weiterlesen möchte - nur, dass es die Fortsetzung leider noch nicht gibt.
Also werde ich mich noch etwas gedulden, aber fest steht, dass ich unbedingt wissen möchte, wie die Abenteuer von Kyria und Reb weitergehen werden. Und dann werde ich „Bis ans Ende der Welt“ sicher noch mal lesen...

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